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Sunday, 29 January 2012
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Wissenschaftspolitischer Hintergrund

CBIB LogoDie Analyse einer rasch steigenden Anzahl von Genomen (Genomics) und der Expressionsmuster der primären Genprodukte (Proteomics) liefern zur Zeit wichtige grundlegende Informationen zum Aufbau der Proteine als einer bedeutenden Stoffklasse der Zelle. Für ein umfassendes Verständnis biologischer Systeme ist es jedoch erforderlich, die Wechselwirkungen der verschiedenen Makromoleküle der Zelle und die diesen zugrunde liegenden Struktur-Funktions-Beziehungen im Detail aufzuklären. Es ist daher zu erwarten, dass dieser Bereich diese eine zunehmende Bedeutung sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung gewinnen wird. Durch die Arbeitsgebiete, die in der Biochemie, Mikrobiologie sowie der Molekular- und Zellbiologie an der Universität Bremen vertreten sind, existiert ein Fundus, mit dem gemeinsam wesentliche Beiträge zu diesem Thema in Lehre und Forschung geliefert werden. Um diesen Fundus effektiv nutzen zu können und um Synergieeffekte zu fördern, wurde ein "Centrum für Biomolekulare Interaktionen in Bremen (CBIB)" eingerichtet.

Bedeutung für die Lehre

Für den erfolgreichen Abschluss eines Biologiestudiums jedweder Richtung ist ein grundlegendes solides Verständnis makromolekularer Interaktionen in biologischen Systemen unabdingbar geworden. Andererseits wird auch von Diplomchemikern ein Grundverständnis für diese Interaktionen und die damit zusammenhängenden biologischen Zusammenhänge erwartet. Ein solches Verständnis kann nur in interdisziplinären Ansätzen vermittelt werden, da Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fächern einfließen und diese auch interaktiv aufgearbeitet werden müssen. Durch die damit verbundene Straffung der Lehre soll letztendlich auch eine Verkürzung der Studiendauer erreicht werden. Diese Verbesserungen der Lehre zu leisten ist ein zentrales Anliegen des CBIB.

Ziele

  • den Informations-, Methoden- und Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Arbeitsgruppen verstärken
  • eine interdisziplinäre Ausbildung im Bereich “Molekulare Grundlagen biologischer Prozesse” zu gewährleisten
  • den Rahmen für eine entsprechende Graduiertenausbildung zu schaffen
  • gemeinsam zu nutzende Ressourcen einzurichten und neue methodische Ansätze zu entwickeln
  • Repräsentation nach außen (Drittmitteleinwerbung, Studenten- und Graduierten-Anwerbung).

Informations- und Gedankenaustausch

  • Gemeinsame "Progressreports"
  • Interdisziplinäres Kolloquium
  • Workshops
Last Updated on Thursday, 18 June 2009 21:13